Mittwoch, 30. November 2016

Die Gärten der Paulina

"You see there's leaders and there's followers
but I'd rather be a dick than a swallower" (Kanye West)

Sie hat schnell den Tanzpartner gewechselt. Sie ist nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Wer wird sie dereinst hinter die Fichte führen?

Random Terror. Und alle sprechen so in ihre Kabel. Halten ihre kleinen Schnüre leicht von sich weg, führen sie zum Munde und sprechen in sie hinein. Ich bin gestern hinter einer Deutsch-Asiatin eingestiegen und habe sie unfreiwillig auf ihrem Weg durch die Stadt verfolgen dürfen. Sie redete in einem fort. Sie redete über den Tonmann, der ausgefallen war. Und darüber, dass die Pros manchmal auch nur so tun. Sie reden schlau. Aber dann kommt nichts. Sagte sie.

Speicher, Resonanzhäfen, hallende Hallen. Oder auch nicht. Andererseits die vergebenen Möglichkeiten, vielleicht die zu Recht vergebenen, die absichtlich liegen gelassenen Möglichkeiten. Vertauschte Objekte. "Abtaun Girl".


Der Berg kreißte und gebar eine Maus. Es ist schrecklich, wie neurotisch und überladen ich bin, wie melodramatisch und grüblerisch. (Nicht Herr im eigenen Haus, und ziemlich auf Verschleiß gefahren.) Ich warte auf Entscheidungen, die fallen mögen.

"Kann sein, dass Albert recht hat. In jedem Tor steht ein Torwart, und trotzdem fallen immer wieder Tore."
"Was soll das heißen?"
"Nichts."

Er buhlte um Verwertung. Er makierte einen Diss-Track. Er sah sich im Haus des Handelns mit Bildern von Ankes Rosette konfrontiert. "Die Verbeulung", Teile 1 bis 7. Er bezeichnete die Stimmung als bedeutungslos. Die Anlieger reagierten ungehalten.

Wie geht es denn so? Na, nicht so gut. Ich hatte heute eine ganz andere Stimme am Telefon. Und  sonst so? Ach, wissen Sie, das Wetter. Ein unglaubliches Grau. Es ist dunkel, es ist nass, und ich muss morgens recht früh raus, obwohl ich nicht so der Morgenmensch bin, und dann funken diese Stressfaktoren in den Arbeitstag hinein, und mein Kopf wird immer schwerer, und ich sehne die Feiertage herbei, vor denen ich andererseits mächtig Angst habe, schließlich bin ich allein, und die Einsamkeit meiner Wohnung verengt mir die Weltsicht, obwohl ich sie gleichzeitig immer weiter hochrüste, aber das mit den Nackenschmerzen macht mir auch Angst, Angst, den Grund meiner Existenz zu verlieren, die Arbeit, und den anderen geht es nicht anders, alle sind unter Konsumdruck, im Besorgungsstress, und entweder auch in Furcht vor Weihnachtseinsamkeit oder eben vor dem Stress der Familie, und es wird immer früher dunkel draußen, und die Welt ist nicht offen, die Welt steht mir nicht mehr offen, sondern schließt sich zusehends, und ich bin froh über die Surrogate, die ich habe, die aber eben nur Surrogate sind, Ersatzteile für das, was fehlt, während - ach, fragen Sie lieber nicht, fragen Sie lieber nicht, wie es geht.

Gegenarbeit. Sie springt mir in den Rücken, mein Kopf ist schwer, es bricht mir das Genick
Wichtig ist die Unterstützung durch das eigene Umfeld
Wichtig ist, einen Ausgleich zu schaffen, wichtig ist, sich zu entspannen
Das übersehene Symptom, der unglaubliche Körper
eine Frau mit ängstlichem Hund

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