Mittwoch, 29. Juni 2016

Beitrag für Bekanntmachung

Rehasport. Neuerdings setzten sich alle vorbereitend auf die Gummibälle.
Da die Heizung nicht gebraucht wird, können wir wieder in den großen Raum im Keller.
Die Vorturnerin mit der Rechts-Links-Schwäche ist da. Es gibt Turbulenzen beim Nachmachen.
Eine junge Frau mit einem T-Shirt, auf dem steht: SAME CLINIC, DIFFERENT DAY turnt mit.

Sei einzigartig. Entschuldige dich nie. Gehe keine Kompromisse ein.

Benching & ghosting
Spatzen im Sinkflug
Steine: herzlos, kalt und unversöhnlich

Sie mag den Kirchturm in meinem Fenster. Sie mag die Kita, den Garten, die Katzen, die sich nachts Kämpfe liefern und schreien.

Ich erinnere mich an folgenden Dialog:
- Komm, schlafen.
- Nein, noch nicht schlafen.
- Warum nicht?
- Weil: poppen.
- Okay.


Der Körper neben mir atmete schwer. Er war schon eingeschlafen, wie es schien. Aber nein, er bewegte sich, und dann sah er mich an.
"Ich weiß doch."
"Ja."
"Und du weißt es auch."
"Manchmal."
"Manchmal ist es", fuhr sie fort, "als ob ich in der Realität feststecke wie in einem Traum. So, dass ich dann schreien möchte, um endlich aufzuwachen."
"Ja."
Ich machte ihr eine Liebeserklärung. Das wirkte.
"Irgendwann will man nicht mehr, dass Zeit vergeht", sagte sie.
"Ja."
"Ich weiß doch. Ich weiß."



Klickstrecke mit Spielerfrauen. Warum klicke ich mich da durch? Um Vergleiche anzustellen? Die Spielerfrauen sind in der Mehrzahl Models. Mal werden sie auch als Mannequins bezeichnet. Sie sehen gut aus, aber die Männer auch; mein Typ Frau befindet sich nicht darunter. Es ist nicht das Demonstrative, dieses Bündnis zwischen Schauwerten, also zwischen der Fußballshow (der Sportschau) und dem Laufsteg, der bis auf die Zuschauerränge führt, das mich interessiert. Es ist der unbewusst dargestellte Backlash, die Rückkehr zu alten Beziehungsmustern: der Held, der Kämpfer, und an seiner Seite die stolze, schöne Frau (die, moderne Version, auf ihre Art erfolgreich ist und kämpft, nämlich als Model oder Mannequin - oder Moderatorin, etc.). Und nein, es gibt keine Bilder von Paaren in der Krise. Paaren, die miteinander fremdeln. Einer Frau, die den Support verweigert. Vielleicht ist es das: Der Mann möchte supportet werden, direkte Unterstützung von den Rängen aus, das ist Liebe. Ja, das ist es.

Oma: Analytikerin sagt, dass es vielen schwerfällt, im Beisein der Angehörigen zu sterben. Die Verbindungen sind zu stark. Sie brauchen die Einsamkeit, um sterben zu können. Und ich habe gleich wieder die Rache vermutet. (Die Rache, aber auch die Verzweiflung.)


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